Der Dimensionen-Clash
Die stetige Entwicklung der technischen Bedienbarkeit und innovativen Anwendungsvielfalt rund um das Internet, die nicht nur durch Schnelligkeit, sondern auch mittels komplexer Einfachheit den User bei Laune halten will, bewirkt geradezu eine Bevölkerungsexplosion innerhalb der Welt der Mikronationen. Tagtäglich füllen neue virtuelle Nationen die globale Cyber-Landkarte aus und kreieren blühende Monarchien, Diktaturen, Demokratien, Stammesgesellschaften und vieles mehr.
Hand in Hand
Selbstverständlich belebt auch hier die Konkurrenz das Geschäft, was der Mannigfaltigkeit an Konzepten nicht verwundert. So existieren auch zwei große Weltkarten, die bereits nach den Grundprinzipien voneinander getrennt wurden: die Organisation für Internationale Kartographie (OIK) und die Cartographie-Assoziation (CartA). Die Teilung treibt die CartA voran, da sie nur Mikronationen aufnimmt, die realitätsnah und komplex ausgestaltet sind, zum Beispiel hinsichtlich der Einhaltung der realen Klimazonenstruktur. Damit beabsichtigen sie unter anderem, dass die einzelnen Nationen auch untereinander einen Bezug haben, kommunizieren, Bündnisse schließen und handeln können - eben eine richtige Welt.
Drachen im Raumanzug
Die OIK hingegen hat keine derartigen Kriterien und tritt daher eher als Auffanglager der unterschiedlichsten Mikronationen auf, die nicht einmal in der selben Ära angelegt sein müssen. In dieser Welt kann es daher sehr mystisch und kurios zugehen. So ist der Zusammenprall von Vampiren des 24. Jahrhunderts mit Fürsten aus dem Mittelalter kein Ding der Unmöglichkeit, sondern sehr wahrscheinlich, wenn die entsprechenden virtuellen Nationen wirtschaftliche, politische oder kriegerische Bande knüpfen. Allerdings passiert es tendenziell selten, dass die Länder der OIK interaktiv miteinander agieren. Vielmehr werden hier Parallel-Dimensionen im gemeinsamen Mikro-Kosmos gefördert. Hauptsache der Phantasie kann freien Lauf gelassen werden und das Spiel bereitet Freude sowie Köpfchen.