virtuelles Cordanien...

Die virtuelle Wohnungseinrichtung in Zeiten von 2nd Life

Leben in der virtuellen Welt


Die Realität ist langweilig, doch zum Glück gibt es die Weiten des Internets. Abenteuer können hautnah erlebt werden und bei Ballerspielen kocht das Adrenalin über. In den letzten Jahren hat sich eine neue Form vom Leben im Internet etabliert: Virtuelle Welten.
Diese ermöglichen dem Benutzer, im Internet mit anderen Menschen eine Stadt zu führen. Jeder Teilnehmer kann sich einen Charakter erstellen und mit diesem die Welt zu erkunden. Dabei sind dem Nutzer keine Grenzen gesetzt, alles aus der realen Welt kann ins Internet übertragen werden. Egal ob Auto, Haus oder sogar ein anderes Geschlecht - kein Problem. Schuhregale finden im Haushalt einer jeden Person ebenso ihren Platz wie Wandschränke. In dieser Branche ist Second Life der Marktführer. Mehr als 20 Millionen Menschen auf der ganzen Welt haben auf dieser Plattform einen Account, in Spitzenzeiten sind bis zu 50.000 Personen gleichzeitig online. Große internationale Unternehmen haben gleichfalls ihren Sitz in dieser virtuellen Welt, große deutsche Autobauer sind natürlich vertreten. Es kann alles erworben werden, was das Herz begehrt. Im Vergleich zur Realität gibt es kaum Grenzen, sogar die Annahme eines Jobs ist möglich. Die Teilnehmer sind in eigenen Städten organisiert, per Mausklick sind Bewegungen und Emotionen möglich. Ganz wie im echten Leben kann eine andere Person umarmt oder auch beschimpft werden.

Mode & Trends


In der Realität gibt es stets neue Trends und diese dürfen in der virtuellen Welt selbstverständlich nicht fehlen. Dazu gibt es in jeder Stadt unterschiedliche Geschäfte, die eine Vielzahl an Waren bieten. Das Sortiment wird ständig aktualisiert, so kommt keine Langeweile auf. Um diese Güter zu kaufen, ist eine Art Spielgeld nötig. Diese virtuelle Währung kann durch Jobs im Spiel erarbeitet werden oder durch echte Moneten. Per Kreditkarte oder Sofortüberweisung kann ein Nutzer echtes Geld eintauschen und im Spiel sofort shoppen gehen. Dabei handelt es sich um geringe Summen, Gegenstände sind umgerechnet für wenige Cents käuflich. Beistelltische können natürlich auch erworben werden, ein Charakter kann sich ein Haus einrichten, wie er will. Darin liegt auch das Besondere an dem ganzen System. Der Nutzer entscheidet, wer er sein will. Er unterliegt keinen sozialen Zwängen, im Gegensatz zur Realität spielt Gesundheit keine Rolle. Jeder kann in der virtuellen Welt seine eigene Individualität ausdrücken, verschiedene Sachen geben dem Nutzer dazu die Möglichkeit.
Im Gegensatz zum Real Life kann jeder so aussehen, wie er will. Damit sind nicht nur Klamotten gemeint, es ist vor allem der körperliche Look. Nach der Geburt kann keiner sein ihm vorbestimmtes Aussehen ändern. Zwar sind Schönheitsoperationen möglich, doch diese sind letztes Mittel der Wahl. Im Spiel kann jeder mit nur einem Mausklick auch nackt herumlaufen, wenn man es denn unbedingt will.

Wer schön sein will, muss leiden


Auch in einem Spiel steht Schönheit an erster Stelle und jeder will individuell sein. Manche Personen sind deshalb komplett ohne Klamotten unterwegs, andere laufen als Zombie herum. In Second Life wird Aussehen anders ausgelegt als in der Realität, oft zählt nur ein schrilles Auftreten. Doch für bestimmte Klamotten sind entsprechende virtuelle Beträge notwendig. Diese müssen durch harte Arbeit erworben werden, oder können mit echtem Geld gekauft werden. All das benötigt viel Zeit und ein Charakter bedarf auch bestimmter Einstellungen.
Ähnlich verhält es sich mit der Einrichtung von Wohnungen. Es gibt eine Vielzahl an Gegenständen, die ein Haus zieren können. Dabei sind dem Geschmack des Nutzers keine Grenzen gesetzt, er alleine entscheidet. Wer schon immer eine rosa Wohnung wollte, kann sich diesen Traum nun erfüllen. Es ist möglich, ein Haus oder eine Villa zu kaufen. Bei der Beleuchtung kann eine Person zwischen Lampen aller Art wählen. Egal ob rote, blaue oder graue Leuchtkörper - der Nutzer ist König.